Sommerzeit-Urlaubszeit - was ist arbeitsrechtlich zu beachten bei Erkrankung während des Urlaubs

07. August 2019

Soweit Arbeitsunfähigkeit besteht, handelt es sich nicht mehr um Urlaubstage.

Die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer müssen dem Arbeitgeber allerdings auch bei Eintritt im Urlaub gem. § 5 Abs. 1 EFZG unverzüglich mitgeteilt werden. Weiter muss ihm eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, sofern die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage besteht, spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorgelegt werden. Bei entsprechender vertraglicher Vereinbarung oder arbeitgeberseitiger Anweisung kann dies bereits ab dem ersten Krankheitstag erforderlich sein. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als in der Bescheinigung angegeben, muss der Arbeitnehmer dies dem Arbeitgeber ebenfalls mitteilen und eine neue ärztliche Bescheinigung vorlegen.



Bei einem Aufenthalt im Ausland zum Zeitpunkt der Erkrankung ist der Arbeitnehmer zusätzlich zu dem Vorstehenden verpflichtet, dem Arbeitgeber nicht nur die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer, sondern auch seine Adresse am Aufenthaltsort in der schnellstmöglichen Art der Übermittlung mitzuteilen. Darüber hinaus ist der Arbeitnehmer, wenn er Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist, verpflichtet, auch dieser die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich anzuzeigen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als angezeigt, so ist der Arbeitnehmer verpflichtet, der gesetzlichen Krankenkasse die voraussichtliche Fortdauer der Arbeitsunfähigkeit mitzuteilen. Die gesetzlichen Krankenkassen können festlegen, dass der Arbeitnehmer Anzeige- und Mitteilungspflichten auch gegenüber einem ausländischen Sozialversicherungsträger erfüllen kann. Kehrt ein arbeitsunfähig erkrankter Arbeitnehmer in das Inland zurück, so ist er verpflichtet, dem Arbeitgeber und der Krankenkasse seine Rückkehr unverzüglich anzuzeigen. Bei den Krankenkassen gibt es diesbezüglich in der Regel Merkblätter.

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